+++Update vom 24.03.2021+++

Im August 2020 startete die Bundesregierung das Hilfsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für kleine und mittlere Betriebe, die trotz der Corona-Krise ausbilden. Da die pandemiebedingten Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt auch im Jahr 2021 anhalten, wird jetzt eine neue, Unternehmensfreundlichere Aktualisierung des Hilfspakets verabschiedet.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Die Ausbildungsprämien für von der Corona-Krise betroffene Betriebe, die durch Neueinstellungen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, werden – rückwirkend zum 16. Februar 2021 – zunächst in bisheriger Höhe verlängert (Details dazu siehe unten).
  • Die bisherige Ausbildungsprämie für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, wird für das nächste Ausbildungsjahr von 2.000 Euro auf 4.000 Euro erhöht. Die Ausbildungsprämie plus für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau steigern, wird für das nächste Ausbildungsjahr von 3.000 Euro auf 6.000 Euro erhöht.
  • Auch der Anreiz, Auszubildende und ihre Ausbilder trotz Kurzarbeit im Betrieb zu halten, soll verbessert werden. Zukünftig soll es deshalb nicht nur einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung geben, sondern auch einen Zuschuss zur Ausbildervergütung.
  • All diese Leistungen können künftig Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden beziehen. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitenden.
  • Mit einem neuen Sonderzuschuss werden Kleinstunternehmen erreicht, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können pauschal 1 000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
  • Für den Fall, dass ein Ausbildungsplatz wegen Insolvenz des Betriebes verlorengeht, sind auch Verbesserungen bei den Übernahmeprämien vorgesehen; die Förderhöhe wird auf 6.000 Euro verdoppelt. Gefördert wird jetzt auch die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsvertrag pandemiebedingt beendet wird.

ACHTUNG: Die Änderungen gelten auch rückwirkend, das heißt, Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher keine Förderung möglich war! Dies gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag abgelehnt worden ist!

Lesen Sie hier die akuellen Regelungen im Detail:

+++Update: Die Ausbildungsprämie  für den Erhalt von Ausbildungsplätzen wird rückwirkend zum 16.02.2021 in bisheriger Höhe verlängert. Zum kommenden Ausbildungsjahr wird sie von 2000€ auf 4000€ verdoppelt.+++

Die Ausbildungsprämie bietet einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2000 € pro Ausbildungsvertrag. Sie fördert kleine und mittlere Unternehmen, die erheblich von der Corona-Krise getroffen sind und trotzdem gleich viele Ausbildungsverträge im Zeitraum vom 24. Juni 2020 bis Juni 2021  abschließen wie in den 3 Jahren davor. Hierbei zählen auch abgebrochene Ausbildungsverhältnisse.

Das Unternehmen kann die Ausbildungsprämie beantragen, wenn

  • von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30% gegenüber dem Vorjahr nachgewiesen wird.
  • die Beschäftigten in der ersten und/oder zweiten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit waren.

HIER finden Sie weitere Informationen, alle benötigten Formulare und das Upload-Center der Agentur für Arbeit.

+++Update: Die Ausbildungsprämie plus wird rückwirkend zum 16.02.2021 in bisheriger Höhe verlängert. Zum kommenden Ausbildungsjahr wird sie von 3000€ auf 6000€ verdoppelt.+++

Die Ausbildungsprämie plus bietet unter gleichen Voraussetzungen wie die Ausbildungsprämie einmalig 3000€, wenn Betriebe ihr Ausbildungsniveau steigern. Sie gilt pro abgeschlossenem zusätzlichen Ausbildungsvertrag und wird nach Ende der Probezeit ausgezahlt.

HIER finden Sie weitere Informationen, alle benötigten Formulare und das Upload-Center der Agentur für Arbeit.

+++Update: Zukünftig soll hier nicht nur die Ausbildungs- sondern auch die Ausbildervergütung bezuschusst werden. Außerdem soll ein neuer Sonderzuschuss Kleinstunternehmen (1-4 Mitarbeitende mit pauschal 1000€ unterstützen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit im zweiten Lockdown trotz weitestgehender Schließung ihrer Geschäfte mindestens 30 Tage fortgesetzt haben. +++

Den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung können kleine und mittlere Unternehmen beantragen, die trotz Kurzarbeit die Ausbildung regulär weiter fortsetzen. Sie erhalten einen Zuschuss in Höhe von 75% der Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50% nachweist.

Um den Zuschuss zu beantragen, sollten Sie:

  • Ihren Azubi weiterhin im vollen Umfang in Ausbildung belassen
  • Ihre Ausbilder*innen nicht in Kurzarbeit schicken
  • bei der örtlichen Agentur für Arbeit schnellstmöglich angeben, dass die Ausbildung trotz Kurzarbeit des Unternehmens regulär weitergeführt wird.

Diese Förderung kann aktuell bis zum 30.06.2021 beantragt werden.

Alle Anträge dazu und das Upload-Center der Agentur für Arbeit finden Sie HIER.

+++Update: Die Übernahmeprämie für Insolvenzlehrlinge wird von 3000€ auf 6000€ verdoppelt. Dies gilt jetzt auch für die Übernahme von Azubis, denen pandemiebedingt gekündigt wurde.+++

Die Übernahmeprämie für Insolvenzlehrlinge fördert Unternehmen, die Azubis aus pandemiebedingt insolventen Betrieben übernehmen, um ihnen die Fortführung ihrer Ausbildung zu ermöglichen. Dabei erhalten Unternehmen nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ihres Azubis einmalig 3000€.

Es gilt:

  • Die Übernahmeprämie wird unabhängig von der Betriebsgröße gezahlt.
  • Sie können diese Übernahmeprämie für Ausbildungen erhalten, die zwischen dem 24.6.2020 und dem 30.6.2021 fortgesetzt werden.

Diese Förderung kann aktuell bis zum 30.06.2021 beantragt werden.

HIER finden Sie weitere Informationen, alle benötigten Formulare und das Upload-Center der Agentur für Arbeit.

Wir von „Endlich Ausbilden!“ halten Sie auf dem Laufenden. Sie brauchen Hilfe bei der Beantragung? Machen Sie ein persönliches Beratungsgespräch mit uns aus. Wir unterstützen Sie gern!