Let’s talk about money!

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In Zeiten schwerer zu findender junger Menschen, die im Betrieb einen Beruf erlernen sollen, rückt auch die Ausbildungsvergütung stärker in den Fokus der Akteure.

Wenig übersichtlich ist der Dschungel bundesweit möglicher Vergütungen – sie sind branchen– und regionsabhängig. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) hat zuletzt 2019 für 168 Berufe in West- und 110 Berufe in Ostdeutschland geltende Tarife untersucht. Die durchschnittlichen monatlichen Brutto-Ausbildungsvergütungen variierten hier zwischen 1263 Euro (Zimmererberuf, Westdeutschland) und 413 Euro (Friseurberuf, Ostdeutschland). Beides sind Handwerksberufe, die Unterschiede sind enorm.

Unterliegen Arbeitgeber einer Tarifbindung, so greifen die für duale Ausbildungsverhältnisse vereinbarten Brutto-Mindestvergütungen der Branche unabhängig vom konkreten Ausbildungsberuf. So sind beispielsweise die tariflichen Vergütungen für Konditoren*innen und Fachverkäufer*innen – Lebensmittelhandwerk (Konditorei) identisch. Bei nicht tarifgebundenen Unternehmen einer Branche darf bis zu 20 % nach unten abgewichen werden. Mehr zu zahlen oder zusätzliche geldfreie Boni anzubieten, geht aber immer – schließlich dient die duale Ausbildung vor allem der betrieblichen Fachkräftesicherung.
 

Eine nur geringe Tarifbindung existiert übrigens im Bereich der freien Berufe und im IT-Bereich. Außerbetriebliche (z.B. öffentlich geförderte) Ausbildungen unterliegen hingegen völlig anderen Regeln; Ausbildungsvergütungen sind dort in der Regel deutlich geringer oder existieren nicht.

 

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