McDonald’s Ausbildungsstudie 2019

McDonald’s Ausbildungsstudie 2019

Bereits zum vierten Mal in Folge legt McDonald’s Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach ihre Ausbildungsstudie vor. Dazu wurden Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren in Deutschland zu unterschiedlichsten gesellschaftlichen sowie beruflichen Themen befragt. Im Fokus standen unter anderem persönliche Zukunftsperspektiven und individuelle Motivation der Jugendlichen im Bereich Bildung und Ausbildung. Gleichzeitig sollte untersucht werden, wie Aspekte von Migration, Globalisierung und auch Digitalisierung auf diesen Bereich wirken.

Grundsätzlich bestätigt die Studie weiterhin einige Trends aus der Vergangenheit: Die Lebenszufriedenheit und der Optimismus für die persönliche Zukunft bleiben durchschnittlich hoch. Jedoch haben sich die Sorgen der deutschen Jugendlichen stark verändert. Wenig bezahlbarer Wohnraum, der Klimawandel sowie die Schere zwischen Arm und Reich lösen die Ängste um Terrorismus und Krieg ab. In den Jahren sank jedoch auch der Statusoptimismus und die Überzeugung, dass Leistungsbereitschaft sich auszahlt. Bei Jugendlichen aus Ostdeutschland und mit Migrationshintergrund bleibt der Wille und die Hoffnung auf einen sozialen und beruflichen Aufstieg außergewöhnlich stark.

Wie sieht es nun mit dem idealen Beruf bei den Schüler*innen aus? 83 Prozent halten eine leistungsgerechte Bezahlung für besonders wichtig, dicht gefolgt von einer guten Aufstiegsmöglichkeit und einem an sich hohen Einkommen. Die angefertigte Prioritätenliste der Studie zeigt jedoch, welche Faktoren als am Wichtigsten eingeschätzt werden: „Arbeit, die mir Spaß macht“, „sicherer Beruf“, „Beruf, der den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entspricht“ und „nette Arbeitskollegen“.

Betrachtet man im Trendverlauf die spezifischen Berufserwartungen von Schülern, so wird sichtbar, dass es in ihrem Anforderungsprofil einige Veränderungen gegeben hat. Die Wohlfühlfaktoren gewinnen langsam immer mehr an Bedeutung, während Aspekte, die mit persönlichen Herausforderungen oder Anstrengungen verbunden sind, an Bedeutung verlieren. Als weniger wichtig wurde der Faktor „Sicherheit“ eingeschätzt. Dies dürfte mit der guten Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt verbunden sein.

Weiter schwierig bleibt auch die Berufswahl: Die meisten Jugendlichen wollen sich nicht zu früh festlegen und probieren lieber unterschiedliches aus, während die anderen – meist Student*innen – schon früh eine ernsthafte Entscheidung treffen. Betrachtet man dies genauer, erkennt man, dass insgesamt 41 Prozent der Schüler*innen ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule planen, weitere 10 Prozent möchten ein duales Studium beginnen. Die betriebliche Ausbildung rückt wie auch Jahre davor immer weiter in den Hintergrund – nur 26% der Schüler*innen haben sich direkt für eine duale Ausbildung entschieden und lediglich 13 Prozent der Gymnasiasten planen diesen Weg einzuschlagen.

Die ganze Studie finden Sie hier.

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